Nu-Jazz
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Indispiration

Indispiration

Merkliste
Zusammenfassung

Indien – Es ranken sich viele Sagen und Geschichten um dieses besondere Land in Südasien. 29 Bundesstaaten, 1,3 Milliarden Einwohner, ab dem Jahr 2028 das wohl meistbevölkerte Land der Erde, weit über 1.000 unterschiedliche Sprachen und Dialekte. Aber auch ein Land mit einer tiefen religiösen Tradition, Mythen, Bräuchen und Ritualen, die auch heute noch unzählige Menschen faszinieren und in ihrem täglichen Schaffen inspirieren.

Besonders im musikalischen Bereich gibt es in der indischen Kultur viele Eigenarten und Möglichkeiten Musik zu spielen. Viele Musiker suchen Indien auf um sich von neue Klänge, Skalen, harmonische Strukturen und vor allem Rhythmen inspirieren und bereichern zu lassen. Eine dieser Besonderheiten ist die sogenannte Konnakol, hierbei wird eine spannende aber auch äußert komplexe Verschiebung im Rhythmussystem vorgenommen. Ein System, welches den dänischen Schlagzeuger und Komponisten Carsten Lindholm mehr als nur inspiriert hat: Es ist aufregend zu sehen wie die indische Musik und Kultur einen Einfluss auf meine Musik genommen hat. Vor allem durch Konnakol habe ich wunderbare Möglichkeiten mein nordisches Soundbild mit südasiatischen Klangstrukturen auszubauen. Eine Faszination die in dem neuen Album von Carsten Lindholm – Indispiration seinen Höhepunkt findet. Als zweite Auskopplung der neuen eSeries auf dem Mannheimer Label JAZZNARTS RECORDS erscheint das Album am 21. Oktober 2017.

Der übergeordnete Gedanke des Drummers ist es Aufmerksamkeit zu schaffen für das Thema des inneren Friedens. Ein Frieden wie er in heutigen Zeiten leider viel zu selten gelebt und nach außen gezeigt wird. Es geht um die kulturelle Offenheit von sechs Länder: Dänemark und Indien, Deutschland und Schweiz, USA und UK. Grenzen werden musikalisch überwunden, neue Horizonte geschaffen und so gemeinsam, mit Hilfe der Musik, ein Zeichen für Freiheit, Kreativität und Toleranz geschaffen.

Auch aus musikalischer Sicht werden bei dem neuen Projekt von Lindholm Symbiosen aus den unterschiedlichen Stilistiken von sechs Ländern geschaffen. Zum einen der minimalistische, nordische Jazz in Kombination mit einer elektronischen Klangwolke und ergänzend die bunten und treibenden Rhythmen der indischen Musik. Präsentiert wird diese musikalische Melange von vielen Weggefährten, Freunden und Kollegen des Komponisten. Insgesamt wirken 16 international renommierte Musiker aus sechs Ländern in den unterschiedlichsten Formationen auf Indispiration mit. Ebenfalls ein schönes uns ausdrucksstarkes Zeichen für die enorme Vielseitigkeit der Produktion. Diese wird unterstrichen durch die Komplexität der unterschiedlichen Trompeter auf der Komposition. Fünf Musiker aus fünf Ländern geben all ihren Stücken eine völlig eigene Note. Neben Pete Judge, Thomas Siffling, Gunnar Halle und Rasmusen Bøgelund die alle sehr nordische Einflüsse in ihrem Spiel haben ist besonders der Schweizer Erik Truffaz hervorzuheben. Ein Trompeter der absoluten Weltklasse, welcher schon etliche Jahre mit Lindholm in Kontakt steht und beide nur darauf gewartet haben endlich gemeinsam an einem Album arbeiten zu können.

Viele der 14 Stücke auf dem Album erzählen eine besondere Geschichte aus dem Leben des Dänen. Über Begegnungen, musikalische Erfahrungen und das Ziel neue Blickwinkel zu schaffen. Den ersten Tack auf dem Album Luca widmet Lindholm einem guten Freund. Indian Summer und 7 New Delhies wurden mit dem Trompeter Erik Truffaz aufgenommen, welcher selbst einen sehr großen, musikalischen Einfluss auf die ethnischen Vibes des Albums genommen hat. Ganges und Afrindian wurden bewusst so für den deutschen Trompeter Thomas Siffling konzipiert. Dieser spielt in ersterem Track im Duo mit dem dänischen Sitarspieler Henrik Andersen, was ein phänomenales Soundbild entstehen lässt. Spaces in Places und Konnakol lehnen sich nochmals explizit an die indische Verschiebung der Rhythmusgruppen an.

Carsten Lindholm präsentiert mit Indispiration ein Album welches mit internationalem Facettenreichtum glänzt. Eine wohl abgestimmte Kombination aus nordischem Minimalismus, elektronischen Einflüssen und indischer Rhythmuskunst. Präsentiert von einigen der engagiertesten und renommiertesten Musiker unserer Zeit. Nordische Coolness kombiniert mit spirituellen Metren Indiens.

Ein Jazzalbum welches neue Horizonte aufzeigt, nicht aufdringlich ist und zugleich vom ersten bis zum letzten Titel zu überzeugen vermag.

Titel
  • Luca
  • Indian Summer
  • ECM
  • J.G.
  • Longing
  • Luther
  • New Delhies
  • Ganges
  • Indiance
  • Afrindian
  • Punjab Boogie
  • Spaces in Places
  • Konnakol
  • Longing Drum Impro